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Emotionale Kompetenz und Trauer bei Menschen mit geistiger Behinderung

Behinderung - Theologie - Kirche. Beiträge zu diakonisch-caritativen Disability Studies 02
Hans Heppenheimer, Ingo Sperl
ISBN 978-3-17-022029-4
(Kohlhammer Verlag) (www.kohlhammer.de), Stuttgart 2011, 170 Seiten; 29.90 Euro
Die Geschichte der Menschen mit geistiger Behinderung ist geprägt von Ausgrenzungen und Diskriminierungen. Auch die Fähigkeit zu trauern wurde diesem Personenkreis lange Zeit abgesprochen. Ihre Trauergefühle wurden oft nicht ernst genommen oder negiert. Dabei sind sie durch ihre emotionale Kompetenz ganz besonders befähigt, Trauer wahrzunehmen und zu leben. Die emotionale Wahrnehmung der Trauer hat neben der kognitiven einen entscheidenden Stellenwert bei der Bewältigung von Verlust- und Krisensituationen. Gerade deshalb geht es um den Ausdruck und die Gestaltung von Emotionen, wenn Menschen Abschied nehmen und trauern. Die Voraussetzungen dafür bringen geistig behinderte Menschen in einem oft beachtenswerten Maße mit.
Inhalt
– Geleitwort
– Über das Buch und die Autoren
1. Mariaberg – eine Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung und Benachteiligungen
2. Emotionale Kompetenz und geistige Behinderung
3. Emotionale Kompetenz und Trauerkultur – ein persönlicher Bericht
3.1 Der Weg nach Mariaberg
3.2 Der Stellenantritt
3.3 Der Jubiläumsgottesdienst
3.4 Das Schlüsselerlebnis
3.5 Der Gottesdienst und die Predigt
3.6 Der Gottesdienst als sinnliche Erfahrung am Beispiel der Osternacht
3.7 Die Jubilare
3.8 Die respektvolle Anrede "Sie"
3.9 Der Konfirmandenunterricht – Beten durch Singen
3.10 Symbole in der Konfirmandenarbeit
3.11 Die Goldene Konfirmation
3.12 Der Salbungsgottesdienst
3.13 Lieder kann man nicht nur singen – das getanzte Kirchenlied
4. Das Projekt "Tiere der Bibel"
4.1 Die Anfänge des Projekts
4.2 Einige Beispiele
4.2.1 "Der Rabe"
4.2.2 "Der Hund"
4.2.3 "Der Hahn"
4.2.3.1 Vom Schäfer, der die Sprache der Tiere verstand
4.2.4 Die Rolle der emotionalen Kompetenz im Projekt "Tiere der Bibel"
4.2.5 Der Männerkreis – eine Solidargemeinschaft
5. Das Projekt "Entwicklung einer Trauerkultur in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger Behinderung am Beispiel Mariaberg"
5.1 Die Anfänge des Projekts
5.2 Ziele des Projekts
5.3 Der Trauerbegriff
5.4 Die Vielseitigkeit der Trauergefühle
5.4.1 Verhaltensmuster zur Trauervermeidung
5.4.1.1 Das Ablenken
5.4.1.2 Das Betäuben
5.4.1.3 Der Aktivismus
5.4.2 Bilder der Trauernden in unserer Gesellschaft
5.4.2.1 Die Erstarrten
5.4.2.2 Die von der Trauer Überfluteten
5.4.2.3 Die Verschlossenen
5.4.2.4 Die Trauernden, die in einem Sumpf der Gefühle bleiben
5.4.2.5 Die scheinbar Störungsfreien
5.4.3 Über die Identität
5.5 Trauerarbeit in der Gegenwart
5.6 Trauersituationen
5.7 Wer kann nun aber trauern und was heißt "Fähigkeit zu trauern"?
5.8 Das Wesen der Trauerarbeit
5.9 Wie lange dauert Trauer?
6. Die Trauer im Leben von Menschen mit geistiger Behinderung
6.1 Die Lebenstrauer
6.2 Der bisherige Umgang mit den Gefühlen von Menschen mit geistiger Behinderung
6.3 Den Menschen ohne aktive Sprache wurde die Trauerkompetenz abgesprochen
6.4 Wenn die Trauer keinen Raum hat – Menschen mit geistiger Behinderung dürfen nicht erwachsen werden
6.5 Die wirtschaftlichen Folgen vernachlässigter Trauerarbeit
7. Der neue Umgang mit Trauer in der Einrichtung
7.1 Auch eine Einrichtung ist von gesellschaftlichen Einflüssen geprägt
7.2 Der Abschied wird in Würde gestaltet
7.3 Abschied ist ein sinnlicher Vorgang
7.4 Auch Menschen mit geistiger Behinderung werden beim Sterben begleitet
7.5 Der Tod unterbricht den Alltag
7.6 Aktuelle, neue Trauer weckt alte Trauer wieder auf
7.7 Wie die Trauer ins Fließen kommen kann – die Tränen
8. Alltagsrituale in der Trauerbegleitung
8.1 Das Singen
8.2 Das Entzünden einer Kerze
8.3 Malen, um zu überleben
8.4 Ein Foto hält Augenblicke der Erinnerung fest
9. Die besonderen Fähigkeiten von Menschen mit geistiger Behinderung
9.1 Das intuitive Gespür für die eigenen Trauerbedürfnisse
9.2 Trauerbegleitung erfordert eine neue Sichtweise vom Tod
10. Wie sich eine Trauerkultur entwickeln kann
10.1 Die Fähigkeit der Empathie
10.2 Auch die eigene Trauer braucht ihren Raum
10.3 Zum Trauern gehören authentische Gefühle
10.4 Das Eintreten für Trauerbelange von Klienten
10.5 Der Umgang mit Angehörigen
11. Praktische Beispiele
11.1 Das weinende Kamel
11.1.1 Biologische und kulturgeschichtliche Hintergründe
11.1.2 Die Geschichte vom weinenden Kamel
11.1.3 Vom Wesen der Kamele
11.1.4 Das Märchen "Schakal und Kamel"
11.1.5 Ein Gottesdienstbeispiel: "Das Kamel in der Bibel"
11.1.5.1 Lesetext für zwei Männer (Gottesdienstbaustein)
11.1.5.2 Lesetext für alle Männer (Gottesdienstbaustein)
11.1.5.3 Predigt zu "Das Kamel in der Bibel" (Gottesdienstbaustein)
11.2 Das Brot – ein Sinnbild menschlichen Lebens
11.3 Die Jahreszeitenfeiern
11.4 Der Gesprächskreis für Heimbewohner/innen
11.5 Die Trauerpredigt für Herrn Gerhard W.
11.6 Ein Beispiel einer Sterbebegleitung
12. Abschließende Überlegungen
– Literatur
– Dank
Quelle:
Comenius-Institut. Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V.
Schreiberstr. 12
48149 Münster
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http://www.comenius.de

Als "Evangelische Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft e.V." dient das Comenius-Institut seit seiner Gründung 1954 der Förderung von theoretischen Erkenntnissen und praktischen Lösungen gegenwärtiger Bildungs- und Erziehungsprobleme in Kirche, Schule und Gesellschaft aus evangelischer Verantwortung. Das Comenius-Institut erstellt Grundlagen-, Forschungs- und Entwicklungs-Studien, initiiert Modellprojekte und übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und Beratung in vielfältigen Projekten. Es bietet Serviceleistungen an für Bibliotheken und Mediotheken, betreibt Literaturdatenbanken, Bildungsportale und Bildungsserver der EKD, Internet-gestützte Fernkurse, Lern- und Kommunikationsplattformen und leistet Organisationsmanagement für Bildungseinrichtungen und Verbände.

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